Totholz- und Bärbel-Höhn-Bäume - lebendige Natur im Bagno
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Wer durch das Bagno spaziert, entdeckt sie überall: alte, knorrige Bäume, abgestorbene Stämme und scheinbar lebloses Holz. Doch was tot wirkt, ist in Wahrheit voller Leben.
Bärbel-Höhn-Bäume - der Natur überlassen
Seit 2002 werden im Bagno gezielt alte Bäume geschützt. Ein Förderprogramm der damaligen Umweltministerin Bärbel Höhn ermöglichte es, wertvolle Bäume im Privatwald zu erhalten statt sie zu nutzen.
So wurden zunächst 45 Bäume - vor allem Eichen, aber auch Buchen und Linden - aus der Nutzung genommen. Später kamen weitere 122 hinzu.
Diese gekennzeichneten Bäume dürfen altern, zerfallen und zu Lebensräumen werden - ganz im Sinne der Natur.
Totholz - ein verborgenes Ökosystem
Totholz ist kein Abfall, sondern ein zentraler Bestandteil des Waldes. In einem einzigen abgestorbenen Baum leben zahlreiche Arten: Insekten, Pilze, Vögel und Fledermäuse finden hier Nahrung, Schutz und Brutplätze.
Während das Holz langsam zerfällt, entsteht neuer Boden. Moose, Farne und junge Pflanzen wachsen - der Kreislauf des Waldes beginnt von vorn. Gleichzeitig bleibt gebundener Kohlenstoff lange gespeichert und entlastet das Klima.
Stehend und liegend - zwei Lebenswelten
Stehendes Totholz bietet Nistplätze für Vögel und Unterschlupf für Fledermäuse.
Liegendes Totholz am Boden wird von Pilzen und Kleinstlebewesen zersetzt - hier entsteht neues Leben auf engstem Raum.
Ein wertvoller Schatz
Totholz speichert Wasser, schützt den Boden und fördert die Artenvielfalt. Es macht den Wald widerstandsfähig und lebendig.
Schauen Sie beim nächsten Spaziergang genauer hin - oft verbirgt sich im "toten" Holz ein faszinierendes Stück Natur.
sowie nach Vereinbarung
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