Klimadialog - Kommunen / Vereine
Als Teil einer starken Koalition aus Kommunen, dem Kreis und Vereinen setzt sich die Kreisstadt Steinfurt für den Klimaschutz ein. Die Zusammenarbeit bewährt sich, denn gemeinsam können wir Projekte mit breiterem Know-How, Kreativität, weniger Kosten und mehr Spaß durchführen.
Zwei Fragen an Sara Vollrodt (Klimaschutzmanagerin Kreis Steinfurt):
- Frau Vollrodt, welche Funktion haben Sie in der Kreisverwaltung?
Ich wirke als Ansprechpartnerin für die Umweltbeauftragten der 24 Städte und Gemeinden im Kreis und unterstütze sie bei der Umsetzung ihrer eigenen Klimaschutzaktivitäten. Zum Beispiel bei der Förderung kommunaler Klimaschutzmanager oder mit der Initiierung kreisweiter Kampagnen und Projekte. Viermal im Jahr treffen wir uns für einen interkommunalen Austausch und eine stärkere Zusammenarbeit und entwickeln gemeinsam Projekte und Ideen zur Umsetzung.
In der Kreisverwaltung Steinfurt selbst bin ich Mitglied im Energieteam und unterstütze die Umsetzung des Ziels einer klimaneutralen Kreisverwaltung bis 2030. Meine Aufgabe liegt im Besonderen darin, alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Thema Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu sensibilisieren und sie mit konkreten Projekten aktiv in die Umsetzung einzubinden. - Welche Vorteile hat es, wenn Kommunen im Bereich Klimaschutz zusammenarbeiten?
Klimawandel und damit auch Klimaschutz enden im energieland2050 nicht an einer Gemeindegrenze. Eine interkommunale Zusammenarbeit birgt viel mehr Potenzial zur Umsetzung einer dezentralen Energieversorgung als das Prinzip „Jeder für sich“. Besonders zur Umsetzung einer nachhaltigen Mobilität gilt es, gemeinsam zu agieren und die Planung der nötigen Infrastrukturen aufeinander abzustimmen.
Enorm hilfreich ist auch der Austausch von Erfahrungen und Kontakten – das Rad muss bekanntlich nicht immer neu erfunden werden! Warum sollten die Städte und Gemeinden nicht von den Erfahrungen ihrer Nachbarn profitieren und damit ihre Klimaschutzaktivitäten effektiv ausbauen. Angesichts der häufig begrenzten finanziellen und personellen Ressourcen bietet eine interkommunale Zusammenarbeit im Klimaschutz außerdem die Chance, Ressourcen wie Zeit, Personal, Kompetenzen und Finanzen sinnvoll zu bündeln und die Umsetzung von Projekten aufeinander abzustimmen. Nicht umsonst wurde also für die künftige Dachmarke des Kreises Steinfurt „energieland2050“ auch der Kernwert „Gemeinsam“ definiert.
Steinfurter Tipp: Einmal im Jahr gibt es in Steinfurt den steinhart500
, eine Laufveranstaltung, die klimaneutral geplant wird. Diese Aktion ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie Vereine ihre Interessen mit Klimaschutzthemen verbinden können.
Und gut zu wissen: Der Leitfaden klimaneutrale Lauf- und Sportevents informiert von der Planung bis zur Umsetzung über die Ausrichtung klimafreundlicher Laufevents.
sowie nach Vereinbarung
Kontakte:
Kontaktperson für die Themen:
- Klimaschutz
- Nachhaltige Mobilität
- Kommunale Wärmeleitplanung
