Atmende Wände - Unternehmensbesuch bei der Firma Lackhütter

Veröffentlicht am: 19.05.2025
Quelle: Eigenbericht
Autor: Hanno Wiesmann - Wirtschaftsförderung

Unternehmensbesuch bei der Firma Lackhütter© Timo Kemper Vor nunmehr 13 Jahren hat sich Tobias Lackhütter selbständig gemacht und startete seinen Malerbetrieb aus der hauseigenen Garage. Heute ist das Unternehmen an der Arnold-Kock-Straße in Borghorst beheimatet und betreibt zudem ein Ladengeschäft in der Münsterstraße. Volle Unterstützung leisten auch Mutter Brigitta und Vater Ernst sowie die zehn Angestellten.

Am vergangenen Donnerstag besuchten Claudia Bögel-Hoyer, Michael Schell und Hanno Wiesmann die Firma Lackhütter und bekamen spannende Einblicke in das vorbildlich geführte Unternehmen. Anstoß zum Besuch gab der Nachhaltigkeitscheck 360° der Handwerkskammer, den das Unternehmen gerade erfolgreich durchlaufen hat. 

Das Thema Nachhaltigkeit beschäftigt das Familienunternehmen Lackhütter schon seit einiger Zeit. Angefangen hat es mit einer Baustelle, die besondere Anforderungen an den Umweltschutz hatte. Daraus folgte die Auseinandersetzung mit dem Thema: Tarifbindung für die Belegschaft, Müllvermeidung- und recycling, Ausbildungskooperation mit Lernen Fördern und viele weitere Dinge, z. B. auch die Anschaffung einer modernen Wasseraufbereitungsanlage zum Auswaschen von Malerrollen und Pinseln. "Das Wasser könnten Sie trinken", sagt Ernst Lackhütter und zaubert eine zuvor mit Farbe stark verschmutzte Malerrolle blitzsauber aus dem Gerät hervor. "Wir sparen bei der Reinigung mit dem Gerät auf einfache Weise mindestens 40 % Trinkwasser ein und sorgen für eine fachgerechte und umweltfreundliche Entsorgung des Schmutzwassers. Schwebestoffe werden aufgefangen, getrocknet und können über den Wertstoffmüll entsorgt werden.

Der eigentlich große Schritt ist jedoch die Schaffung eines neuen, ökologischen Unternehmensbereichs und das Produkt der "Atmenden Wand" des Österreichers Hannes Herbsthofer beinhaltet. Natürlichkeit steht im Vordergrund. Es wird kein Plastik, keine Chemie, sondern Kalk- und Mineralfarbe verwendet. Diese spezielle Technik ermöglicht es, dass die Wand "Atmen" kann. Feuchtigkeit wird gespeichert und abgegeben und Gerüche werden neutralisiert. Dies verhindert Schimmelbildung und sorgt für ein gutes und gesundes Raumklima. All das eben ohne Einsatz von Bioziden oder anderer chemischer Hilfsmittel.

Wir danken sehr für den herzlichen Empfang und die spannenden Einblicke in das Unternehmen.