Fahrradstraße Münsterstiege

Veröffentlicht am: 11.06.2026
Quelle: Eigenbericht
Autor: Karen Zacheja - Öffentlichkeitsarbeit

Bürgerbeteiligung führt zu deutlichen Verbesserungen der Planung

Ausbau Fahrradstraße Münsterstiege© Kreisstadt Steinfurt Die Planungen für die neue Fahrradstraße entlang der Straßen Auf dem Windhorst, Münsterstiege, Laerstraße und Haferkamp/Wilmsberg gehen in die nächste Phase. Nach einem umfangreichen Beteiligungsprozess liegt nun die überarbeitete Entwurfsplanung vor, die zahlreiche Anregungen aus der Bürgerschaft, von Anliegern, der Landwirtschaft sowie aus der Politik aufgreift. Die Entwurfsplanung soll am 18. Juni im Ausschuss für Bauwesen, Infrastruktur und Sicherheit politisch beraten und beschlossen werden.

Bereits im Januar 2026 hatte die Kreisstadt Steinfurt die ersten Planungen öffentlich vorgestellt. Von Beginn an war es der Verwaltung wichtig, die Betroffenen frühzeitig einzubinden und die Planungen transparent darzustellen. Über die städtische Homepage, soziale Medien, die lokale Presse sowie öffentliche Informationsveranstaltungen wurden Bürgerinnen und Bürger umfassend über das Projekt informiert.

Besonders groß war das Interesse an den Planungen zur Fahrradstraße. Insgesamt wurden 328 Anliegerinnen und Anlieger persönlich zu einer öffentlichen Bürgerinformationsveranstaltung eingeladen. Rund 113 Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, sich über das Vorhaben zu informieren und ihre Anregungen einzubringen. Für die Anwohnenden des geplanten Vollausbaus der Münsterstiege wurde zusätzlich eine weitere Informationsveranstaltung durchgeführt. Darüber hinaus fanden mehrere Gespräche mit den von der geplanten Abbindung der Münsterstiege betroffenen Landwirten und Anliegern statt. Auch die Lokalpolitik wurde in den Dialogprozess eingebunden.

Die Resonanz auf das Projekt war insgesamt sehr positiv. Gleichzeitig wurden zahlreiche Hinweise, Wünsche und Verbesserungsvorschläge eingereicht. Diese wurden von der Verwaltung gesammelt, ausgewertet und fachlich geprüft. Das Ergebnis ist eine überarbeitete Entwurfsplanung, die gegenüber der ursprünglichen Planung an vielen Stellen weiterentwickelt werden konnte. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können die vollständigen Unterlagen und die Auswertung der eingegangenen Anregungen hier einsehen. 

Zu den wesentlichen Anpassungen zählen unter anderem die Einrichtung einer Bedarfsampel an der Querung des Oranienrings, die Verbesserung von Sichtbeziehungen für den Rad- und Fußverkehr, zusätzliche Beleuchtung an mehreren Stellen sowie Anpassungen an Parkständen, Grünflächen und Begegnungsbereichen. Auch die Belange der Landwirtschaft wurden berücksichtigt. So soll trotz der vorgesehenen Sperrung der Münsterstiege für den allgemeinen Durchgangsverkehr eine technische Bypasslösung eingerichtet werden, die eine bedarfsgerechte Nutzung beispielsweise für landwirtschaftliche Verkehre ermöglicht.

„Die Bürgerbeteiligung hat einen echten Mehrwert für das Projekt geschaffen“, betont die Verwaltung. Viele Hinweise aus der Bürgerschaft konnten aufgenommen werden und haben dazu beigetragen, die Planung weiter zu verbessern. Die nun vorliegende Entwurfsplanung stellt aus Sicht der Verwaltung einen ausgewogenen Konsens zwischen den unterschiedlichen Interessen und Anforderungen dar.

Die Fahrradstraße ist Teil eines umfassenden Maßnahmenpakets zur Förderung nachhaltiger Mobilität in Steinfurt. Neben dem Lückenschluss der internationalen Radwegeverbindung Münster–Zwolle umfasst das Projekt auch die Aufwertung der Bahnhöfe Borghorst und Burgsteinfurt sowie der Bushaltestelle Mühlenstraße zu modernen Mobilstationen. Für die Umsetzung der Maßnahmen erhält die Stadt Fördermittel in Höhe von rund 3,5 Millionen Euro. Die Förderung setzt sich aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen sowie aus Fördermitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zusammen.

Mit dem nun abgeschlossenen Beteiligungsprozess wurde eine wichtige Grundlage für die weitere Umsetzung des Projekts geschaffen. Die Stadt bedankt sich bei allen Bürgerinnen und Bürgern, Anliegern, Landwirten sowie den politischen Vertreterinnen und Vertretern für die konstruktive Mitarbeit und den sachlichen Austausch.

Der weitere Zeitplan sieht vor, dass nach dem politischen Beschluss die Ausführungsplanung abgeschlossen und die Ausschreibung der Bauleistungen vorbereitet wird. Der Baubeginn ist derzeit für Herbst 2026 vorgesehen.