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Östlich des Steinfurter Schlosses entstand ab 1765 eine liebevoll und kunstvoll gestaltete Parkanlage, das Steinfurter
Bagno.
"Die Stadt ist das Paradies Westfalens und das Bagno ihr Stolz und ihre
Zierde". So hatte es Dr. Karl Döhmann im ersten Burgsteinfurter Stadtführer
vor 100 Jahren geschrieben.
Zunächst war das Bagno ein nach französischem Geschmack gestalteter Garten,
nach und nach entstand daraus ein Landschaftspark nach englischem Vorbild. Die
verschiedensten Gebäude kamen und gingen.
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Seinen Namen verdankt das Bagno (ital.: il bagno) einem Badehaus,
das in der Nähe der heutigen Bagnogaststätte zu finden war.
In der wechselvollen
Geschichte des Bagnoparks gab es weiterhin unter anderem einen gräflichen Tiergarten mit Rehen und Hirschen,
großzügige Alleen, eine Grenadierwache, Wasserspiele, eine türkische Moschee, ein chinesisches Palais, Skulpturen,
die Bagnokirche, einen Eiskeller, einen See mit verschiedenen Inseln und Brücken, einen römischen Tempel, einen ägyptischen Turm und natürlich die Konzertgalerie.
Mehr als 30 Gebäude zierten das Bagno in seiner
Blütezeit.
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Übersichtsplan des Bagno von 1787 |
Nur wenig davon ist erhalten geblieben, liegt die Blütezeit des Bagnos doch schon rund 200 Jahre zurück.
Aber die zwischen 1994 und 1997 restaurierte Konzertgalerie, die Neue Wache und
die Insel mit der Ruine sind auch heute noch zu bewundern.
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Heute ist das Bagno ein ca. 421 ha großes Wald- und Wiesengebiet zwischen den Stadtteilen Borghorst und Burgsteinfurt. Damit ist es eines der größten Naherholungsgebiete weit und breit.
Es wird von Erholungssuchenden aus nah und fern
besucht. Sie gehen dort spazieren, joggen, fahren Rad oder
unternehmen auf dem See eine Rundfahrt mit einem gemieteten Ruderboot.
Eine Gaststätte sorgt für das leibliche Wohl.
Der Golfclub
"Münsterland" liegt im Bagno, der Sitz ist die Neue Wache.
Das Bagno ist ein eingetragenes Gartendenkmal. |
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