Noch heute gilt der Dichter und Mystiker Hafis (geboren um 1326 in Schiras und dort gestorben um 1390) als der größte Lyriker der persischen Sprache. Seine Freunde sammelten seine Gedichte in einem "Diwan", dessen Nachdichtungen auch in Europa großes Aufsehen erregten und Goethe zu seinem "Westöstlichen Diwan" anregten. Schon in der Goethezeit war Hafis eine Brücke zwischen den Kulturen. Neben Goethe ließen sich Dichter wie Rückert, Bethge und Daumer zu Nachdichtungen inspirieren, welche wiederum großartige Komponisten wie Brahms, Schubert, Schumann, Hugo Wolf, Richard Strauss und Viktor Ullmann zu Vertonungen anregten.
Dem reichhaltigen Fortleben von Hafis in der abendländischen und der persischen Lyrik widmen sich an diesem Abend zwei Europäer, der international renommierte Bariton Holger Falk und der Pianist und Liebegleiter Stefan Geier sowie die beiden aus dem heutigen Iran stammenden und dort gefeierten persischen Musiker Mahmud Akhbari und Jamal Samawatian.
Dieser Abend verspricht somit eine einzigartige und beeindruckende Begegnung zweier Kulturen, die durch Hafis eine Brücke zueinander finden.
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